Japanische Grüntees

Ebenso wie in China gibt es auch in Japan unzählige Grünteesorten. Anders als bei chinesischen Grüntees unterscheidet man japanische Grüntees mehr nach der Verarbeitungsart als nach der Herkunftsregion. In diesem Artikel stellen wir dir die wichtigsten Sorten vor.

Japanische Grüntees: Bild von Matcha-Pulver
Japanische Grünteest: Matcha ist eine der bekanntesten Sorten

Wenn du dich nicht nur über japanische Grüntees informieren möchtest, dann schau in unserem ausführlichen Artikel zu grünem Tee vorbei!

Japanische Grüntees: Sorten

Sencha

Sencha ist der am weitesten verbreitete japanische Grüntee. Der Name Sencha (煎茶) heisst übersetzt «gedämpfter Tee» und deutet auf die Produktion hin: Anders als die chinesischenGrüntees wird dieser Tee mit Wasserdampf erhitzt und nicht geröstet. Er wird vom Frühling bis in den Herbst geerntet. Es gibt verschiedene Varianten von Sencha, die sich in ihrer Verarbeitung unterscheiden.

Bancha

Bancha wird von denselben Pflanzen wie Sencha geerntet. Dabei werden aber die später nachwachsenden Triebe verwendet, weshalb dieser Tee qualitativ unter dem Sencha liegt. Darauf deutet auch der Name hin: Bancha (番茶) heisst «gewöhnlicher Tee».

Genmaicha

Dieser Tee ist eine Mischung aus Grüntee und braunem Reis, der entweder geröstet oder gepufft wurde. Für den Tee wird in der Regel Sencha oder Bancha verwendet. Dieser Tee ist für japanische Grüntees besonders kostengünstig und doch köstlich.

Gyokuro

Dieser Tee ist einebesondere Spezialität. Der «Jade Tau» (玉露), das bedeutet «Gyokuro», wird nämlich vor dem Pflücken mindestens 20 Tage beschattet. So bekommt er einen besonders milden, süssen Geschmack. Er wird nur einmal im Jahr geerntet und ist dementsprechend auch teuer. Kabusecha ist wird ähnlich wie Gyokuro beschattet, aber für kürzere Zeit und bei mehr Lichtdurchlässigkeit. Dieser Tee ist deshalb zwischen Sencha und Gyokuro anzusiedeln und auch preiswerter als Gyokuro.

Matcha

Matcha ist gemahlener Grüntee, wie auch der Name «抹茶»verrät. Der Ausgangstee ist meist Gyokuro oder Tencha. Letzterer ist ein Schattentee wie Gyokuro, allerdings werden vor dem Trocknen die Stängel entfernt, sodass er nur aus Blattstücken besteht. Die Zubereitung von Matcha unterscheidet sich stark von den anderen Grüntees: Während man diese meist im Wasser ziehen lässt und dann die Blätter entfernt, löst man das Matcha-Puder im Wasser auf mit Hilfe eines speziellen Besens. Mit Matcha trinkst du also nicht nur ein Extrakt aus den Teeblättern, sondern die Blätter selber, aufgelöst in Wasser.

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