Dan Cong Oolong (Fenghuang Dancong, Phoenix Oolong)

Dan Cong Oolong, also „Einzelbusch Oolong“ (es gibt allerdings auch eine andere Erklärung des Namens), bezeichnet eine Gruppe von Oolong Tees, die aus dem Fenghuang Gebirge bei Chaozhou, Guangdong stammen. Sie sind alle stärker oxidierte, also dunkle Oolongs, deren Blätter nicht zu Perlen gerollt werden. Dabei werden traditionell pro Charge nur die Blätter von einem einzigen Teebusch verarbeitet. Erfahre mehr über ihre Hintergründe, Herstellung und Zubereitung – und was es mit Duck Shit Oolong auf sich hat.

Das Besondere an den verschiedenen Dancongs ist, dass sie so hergestellt werden, dass sie jeweils einen bestimmten Geschmack nachahmen – von Magnolien über Mandeln bis zum berühmt-berüchtigten „Gänsescheissetee“ (Ya Shi Xiang).

Wo nicht anders angegeben, stammen die Informationen aus dem 中国茶经. Mehr über Oolong im Allgemeinden findest du bald in unserem allgemeinen Artikel.

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Titelbild Dan Cong Oolong

Dan Cong Oolong: Hintergründe

Im Fenghuang-Gebirge (Fenghuang heisst „Phönix“) baut man schon seit der südlichen Song-Zeit Tee an, also an die 700 Jahre. Die Gegend ist deshalb berühmt für ihre alten Teebäume, die im Gegensatz zu anderen Gegenden nicht zu Büschen heruntergeschnitten werden. Durch das Alter der Bäume – manche sind bis zu 300 Jahre alt – haben die Blätter ein besonders intensives Aroma.

Dan Cong Oolong Herstellung

Je nach Art des Dancong Oolongs unterscheidet sich die Verarbeitung leicht. Die Grundschritte sind folgende: Nach dem Pflücken werden die Blätter möglichst schnell in der prallen Sonne ausgelegt. Dadurch sollen sie einen Teil ihres Wassergehalts verlieren. Danach lässt man die Blätter ein bis zwei Stunden im Schatten ruhen und abkühlen.

Nun folgt das Schütteln, das bis zu sechs Mal wiederholt wird. Dazwischen lässt man die Blätter immer wieder ruhen. Eine Runde kann deshalb bis zu zwei Stunden dauern. Wenn die Blätter genügend oxidiert sind, fixiert man sie durch Rösten. Nun werden sie in Form gerollt – im Gegensatz etwa zu Tie Guan Yin – rollt man diesen Tee nicht zu Perlen. Nun müssen die Blätter trocknen, was in drei Schritten über einem Kohlefeuer geschieht. Auch hier ruhen die Teeblätter zwischen den einzelnen Schritten über mehrere Stunden.

Traditionell hergestellter Don Cong Oolong

Duck Shit Oolong

Der „Duck Shit Oolong“ (Ya Shi Xiang) ist wegen seines speziellen Namens bekannt, aber auch, weil er einen besonders reichen Geschmack hat. Entgegen dem Namen ist es ein feiner, fruchtiger Tee, der mit Gänsekacke relativ wenig zu tun hat.

Die am meisten verbreitete Erklärung für den Namen ist folgende: Die Teeanbauenden, welche diesen Tee „erfanden“, wollten nicht, dass die genaue Varietät des Teebusches, welche für das besondere Aroma verantwortlich ist, von anderen genutzt wurde. Deshalb gaben sie einen möglichst unattraktiven Namen und erklärten den besonderen Geschmack durch Gänse, welche die Pflanzen gedüngt haben sollen.

In den letzten Jahren wurde dieser Tee immer populärer, weshalb es sogar einen Forbes-Artikel zu diesem Oolong gibt.

Dan Cong Oolong Zubereitung

Für einen Aufguss im Gongfu-Stil nimmst du etwa 5gr pro 100ml. Wenn du deinen Dancong Oolong auf westliche Art in einer grossen Tasse oder einem grossen Teekrug aufgiesst, dann reicht ein knapper Teelöffel (1-2gr) pro 100ml. Die Wassertemperatur ist hoch, 95-100°C. Die Ziehzeit ist in einem grossen Teekrug 2-3 Minuten, bei einer Zubereitung im Gongfu-Stil im Gaiwan reichen pro Aufguss 30 Sekunden.

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